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Unsere Ausbildung zur/zum Sozialassistent*in hat einen starken Praxisbezug. Dazu gehören 4 mal 4 Wochen Praxiseinsätze in Alten- und Pflegeheimen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Krankenhäusern und ähnlichem. Aber seit März 2020 steht hinter jedem geplanten Praktikum ein großes Fragezeichen. Ist es machbar, Schüler*innen in Einrichtungen, in denen Menschen gepflegt werden, zu beschäftigen?

Manche Häuser haben zum Schutz ihrer Bewohner*innen die Zahl aller Begegnungen mit Menschen außerhalb der Einrichtung soweit reduziert wie möglich, dann waren auch Praktika dort nicht möglich. Andere Häuser wiederum haben entschieden, so viele Schutzmaßnahmen wie möglich einzusetzen, um auch Kontakte zuzulassen.

Jetzt im Februar und März 2021 hat sich die Situation ein wenig verändert: Ein großer Teil der Bewohner in Pflegeeinrichtungen ist geimpft. Auch stehen immer mehr Schnelltests zur Verfügung: Es werden wieder mehr Begegnungen möglich, was uns alle sehr freut! Für die Sozialassistent*innen am BK Erkelenz bedeutete das: Praxiseinsatz im Februar und März 2021!! Eine große Erleichterung, da endlich wieder neue Praxis- und Berufserfahrungen gesammelt werden konnten.

Das Hermann Josef-Altenheim in Erkelenz (HJA) ist ein wichtiger Kooperationspartner der Sozialassistent*innen-Ausbildung. Die stationäre Pflege, den sozialen Dienst und die Betreuung haben schon viele Schüler*innen in ihren Praxiseinsätzen kennengelernt.

Im aktuellen Praxiseinsatz (Frühjahr 2021) haben das HJA und Lehrerinnen aus der Fachpraxis der Sozialassistent*innen-Ausbildung die Einsatzmöglichkeiten noch einmal um ein „ALTERNATIVES PRAKTIKUM“ (AP) erweitert. Da einige Schüler*innen diesmal nicht einem bestimmten Wohnbereich im Haus oder dem sozialen Dienst zugeordnet waren, erarbeiteten sie in den Fachräumen des Berufskollegs Angebote für die Bewohner des Altenheims.

Dabei fanden 4 Termine in der Schulküche statt: gemeinsames Pizzabacken; Zubereitung weiterer mediterraner Köstlichkeiten mit dem Titel „Viva Italia“; Frühlingsbacken inklusive „Oster-Eier-Färben“, sowie einen Reibekuchen-Tag. Es duftete jedes Mal verführerisch auf dem Schulflur und alle waren mit Freude dabei.

Ein weiterer Schwerpunkt bei den Angeboten des „AP“ lag bei Bewegung und Wohlbefinden. Frau Baars als Expertin für Kinästhetik hat mit der Schülergruppe intensiv gearbeitet, so dass diese ihr Wissen und ihre neu erworbenen Kenntnisse auch gut weitergeben konnten. 

Ein echtes Highlight war ein Wellness-Tag. Mit großem Vergnügen wurde gepflegt, gecremt, verschönert und “massiert”. Erlebnisse, die Körper und Seele in jedem Alter sehr guttun!

Allen Beteiligten hat es auch sehr viel Spaß gemacht, miteinander zu spielen. Die Schüler*innen haben sich intensiv damit beschäftigt, welchen Bezug sie selber zum Spielen haben. Und sie haben mit viel Freude und Herzblut Spieleangebote für die Bewohner im Altenheim gemacht. Es waren rundum fröhliche Stunden!

Bei allen diesen Aktivitäten waren die Schüler*innen sehr intensiv gefordert. In kleinen Gruppen, im intensiven Austausch mit den Bewohnern haben sie erlebt, wie präsent man in der Arbeit mit Menschen sein muss. Da bleibt kaum ein Moment Zeit, es einmal etwas ruhiger angehen zu lassen. Und gleichzeitig konnten sie erleben, wie intensiv das Geben und Nehmen im Miteinander sie fordert - und bereichert.

Besondere Praxiserfahrungen in besonderen Zeiten! Alles nur möglich durch großes Engagement im Hermann Josef-Altenheim und ein hoch motiviertes Team von Fachpraxis-Kolleginnen – und durch Schüler*innen, die sich intensiv in die Betreuung und Pflege von Seniorinnen und Senioren einbringen.